Plesk: Browser-Cache nutzen und Webseiten beschleunigen

Cache

Die Optimierung auf Serverseite ist wichtig für eine schnelle Seite. Dazu bin ich auf einige Themen schon eingegangen:

Eine Optimierung fehlt uns jedoch noch. Client-Side Caching mittels Expires-Header. Statische Dateien wie z.B. Bilder oder JS/CSS ändern sich in der Regel selten oder nie. Daher sollten wir den Browsern die Information mitgeben , das Sie die jeweiligen Dateien Zwischenspeichern dürfen.

Diese Option war leider weder im Server4you oder 1&1 Ubuntu Plesk image aktiv.

Was bringt uns Client-Side-Caching?

Dazu gucken wir uns den ersten Aufruf einer Webseite auf und dann den zweiten.

1. Aufruf von weyand.biz

Bei dem ersten Aufruf von weyand.biz (oder beim deaktivieren Caching) beträgt das Datenvolumen der Webseite aktuell 351KB

Aufruf-Visualisierung von weyand.biz ohne cache

2. Aufruf von weyand.biz

Sofern die Caching-Header bei einen vorherigen Aufruf gesetzt waren, benötigt die Webseite nur noch 5KB.

Aufruf-Visualisierung von weyand.biz mit cache

Die Webseite wird bei einer schnellen Internet Verbindung nicht unbedingt schneller dargestellt. Jedoch sollten wir auch langsame Internet Verbindungen beachten, hier wird die Änderung spürbar. Zudem wird die Internet Verbindung des Webservers weniger belastet und dadurch können mehr Besucher die Webseite aufrufen.

Client-Side Caching in Plesk aktivieren

Das aktivieren von den Expires-Header in Plesk ist relativ einfach.

  • Anmeldung im Plesk-Admin-Panel
  • Wir rufen die jeweilige Domain auf
  • Wählen die „Einstellungen für Apache und nginx“ auf

Wir interessieren uns aktuell nur für eine Einstellung: Expires

Diese stellen wir auf einen akzeptablen Wert, beispielsweise 30 Tage (oder mehr).

Plesk Onyx nginx enable Expires

Zu beachten ist, das wenn es nun Änderungen an den jeweiligen Dateien gibt – diese sich entweder im Namen oder durch einen GET parameter ändern sollten.

Da das Client-Side Caching aktiv ist, werden die Browser die Datei bis zum Ablauf ggf. nicht mehr Abrufen. WordPress verwendet hierfür den GET Parameter ?ver an css und js Dateien.

Auswirkung visualisiert mit Page Speed

Vor der Aktivierung von gzip und Expires hatten wir einen Page Speed Index von nur 78 von 100.

Bei der getesteten Webseite handelt es sich um eine Standard WordPress installation ohne jegliche Anpassungen (Keine Beiträge, Keine Plugins, Keine Theme Änderungen)

Durch die Aktivierung von gzip und Expires ist der Page-Speed-Index auf 91 von 100 gestiegen. Dies ohne jegliche Anpassungen an der Standard-Wordpress installation.

PageSpeedInsights Expires and gzip enabled

 

Beitragsbild „Cache“ Copyright: Chris Titze Imaging

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