Docker installieren unter Plesk Onyx

Docker ist das aktuelle Trendthema im Hosting-Bereich. Ähnlich wie es das „Cloudhosting“ vor einigen Jahren war. Immer mehr Firmen setzen auf dieses Thema. Einige Firmen setzen es Produktiv ein, viele Firmen experimentieren oder denken darüber nach es einzusetzen.

Im Gegensatz zu Cloud-Computing, ist der Einstieg in Docker einfach und für jeden möglich. Es benötigt kein teures Kubernetes oder Mesosphere Cluster.

Der Vorteil ist offensichtlich, wenn man die Vorteile betrachtet:

  • Docker Container sind in sich abgeschlossen.
  • Docker Container können sofort gestartet werden.
  • Per Definition sollte ein Docker-Container nur eine Aufgabe erfüllen
    • Beispiel: Ein Webserver Image sollte nur als Webserver dienen.
  • Es können mehrere Container verknüpft werden.
  • Eine Last-Verteilung in einen Cluster ist theoretisch einfach möglich.

Für weitere Optimierungen der Webseite, ist daher Docker eine interessante Möglichkeit. Wir müssen jedoch erst einmal Docker auf Plesk installieren.

Sofern ein Virtueller Server zum Einsatz kommt, ist das installieren von Docker eventuell nicht möglich. Die weit verbreitete Virtualisierungssoftware von Virtuozzo unterstützt Docker nicht. Dies soll mit einer neuen Version korrigiert werden, diese ist jedoch beispielsweise bei Strato, Server4you, … noch nicht installiert.

Pendel mit gute Laune Smiley stößt schlecht gelaunte Smileys an

Bei Baremetal Servern (Dedizierten Servern) oder beispielsweise bei den 1&1 „Virtual-Server-Cloud“ Varianten ist dies jedoch möglich.

Installation von Docker unter Plesk

  • Wir melden uns im Plesk Admin Panel an
  • Rufen „Tools und Einstellungen“ auf
  • Klicken auf „Updates und Upgrades“

Plesk Updates und Upgrades aufrufen

  • Wir wählen die Option „Komponenten hinzufügen/entfernen“

Plesk Onyx Komponenten hinzufügen

  • Wir wählen das Dropdown von Docker aus
  • Klicken auf „Installieren“
  • Mit „Fortführen“ starten wir die eigentliche Installation

Plesk Onyx Docker Komponente installieren

  • Abwarten bis die Installation fertig ist

Plesk Onyx Komponennten installation

Plesk Onyx Komponennten installation erfolgreich

Docker Image unter Plesk ausführen

Der Docker-Bereich gilt für den Gesamten Server und ist nicht unterhalb der Domains.

Docker Bereich in Plesk aufrufen

In den nachfolgenden Menü, sehen wir alle laufenden Docker-Container. Zudem können wir neue Dockerhub Images direkt suchen und ausführen.

Die Anzahl von Sternen und Downloads sind meist ein guter Indikator, wie oft das jeweilige Image verwendet wird und ggf. wie gut es sein könnte. Sofern wenig oder keine Dokumentation auf Dockerhub steht, sollte Abstand von den jeweiligen Image genommen werden.

Docker Container in Plesk ausführen

Nachdem wir auf Ausführen geklickt haben, wird das komplette Docker-Image von Dockerhub heruntergeladen.

Docker Image herunterladen

Docker-Container konfigurieren.

Als nächstes müssen wir das jeweilige Image noch an unsere Bedürfnisse anpassen.

Docker Konfiguration anpassen

Wir haben folgende Optionen:

  • Containername: Hier sollte ein Name stehen, der den Container gut beschreibt.
  • Speicherlimit: Wir können den Container unbegrenzt Arbeitsspeicher zur verfügung stellen oder diesen begrenzen.
  • Automatischer Start nach dem Systemneustart: Wenn der Dienst für eine Webseite benötigt wird, sollte dieser ausgewählt werden.
  • Umgebungsvariablen: Diese sind Docker-spezifisch.

Es sollte bestmöglich Manuelles Mapping gewählt werden, damit dieser immer gleich ist und auch in anderen Anwendungen (z.B. nginx oder WordPress) verwendet werden kann.

Volume-Mapping

Dieses Thema ist wichtig! Docker-Container sind keine Virtuelle Maschinen. Sie sollten allgemein als stateless (zustandslos) und immutable (unveränderlich) betrachtet werden.

Um es einfacher zu beschreiben: Wenn Sie abstürzen können die Daten verloren gehen. Dies ist gewollt und by-design.

Es kann jedoch Speicher vom Hostsystem an den Docker übergeben werden. Damit werden die Daten persistent und sind auch nach einen Neustart verfügbar.

Unter Plesk macht es sinn, diese Daten im Verzeichnis einer Domain zu speichern. Am besten auf der obersten Ebene und auf keinen Fall im webroot oder wie es Plesk nennt „Basisverzeichnis der Website“ der Domain.

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